Speditionsware
Paletten, Maschinen und Überformate – professionell transportiert mit Hebebühne und Ladungssicherung.
Spezialtransport für schwere und sperrige Güter
Nicht jede Sendung passt in einen Kurier-PKW. Für Paletten, Maschinen, Überformate und schwere Güter setzen wir spezialisierte Fahrzeuge mit Hebebühne, professioneller Ladungssicherung und GPS-Tracking ein. Ob Einzelpalette oder komplette Maschinenlieferung – unser Fuhrpark ist für jede Anforderung gerüstet. Dabei kümmern wir uns um die fachgerechte Verladung, die normkonforme Sicherung nach VDI 2700 und die lückenlose Überwachung während des gesamten Transports.
Was zählt als Speditionsware?
Als Speditionsware gelten alle Sendungen, die aufgrund ihres Gewichts, ihrer Abmessungen oder ihrer Beschaffenheit nicht als Paket über Standard-KEP-Dienste versendet werden können. Die Grenze liegt in der Regel bei 31,5 kg Einzelgewicht oder Maßen über 120×60×60 cm. Typische Beispiele sind Europaletten (EPAL, 80×120 cm), Industriepaletten (100×120 cm), Gitterboxen, Maschinenteile, Stahlkonstruktionen, große Elektrogeräte und überdimensionale Baugruppen. Entscheidend ist, dass Speditionsware in der Regel mit Flurförderzeugen – also Gabelstaplern oder Hubwagen – verladen wird und besondere Anforderungen an Fahrzeug und Ladungssicherung stellt.
Flexibel für jede Größe und jedes Gewicht
Von der Einzelpalette bis zur Maschinenlieferung: Mit unseren Fahrzeugen bis 7,5 t decken wir ein breites Spektrum an Speditionsware ab. Auch sperrige und überdimensionale Güter transportieren wir zuverlässig. Dank Einzel- und Mehrpaletten-Transporten sind wir flexibel genug, um sowohl kleine als auch große Aufträge effizient abzuwickeln. Für Stückgut (LTL) nutzen wir Bündelungseffekte, bei denen mehrere Sendungen auf einer Tour kombiniert werden. Bei kompletten Ladungen (FTL) steht Ihnen ein exklusives Fahrzeug ohne Zwischenstopps zur Verfügung – ideal für zeitkritische oder besonders empfindliche Waren.
Beladung und Fahrzeugausstattung
Unsere Speditionsfahrzeuge bieten verschiedene Beladeoptionen, die sich nach der Art der Ware und den Gegebenheiten an Abhol- und Zustellort richten. Fahrzeuge mit Heckbeladung und Hebebühne eignen sich für Standard-Paletten und schwere Güter, wenn kein Gabelstapler vor Ort verfügbar ist. Seitenbeladung ermöglicht den Zugang zur Ladefläche von der Seite und ist ideal für überlange Güter wie Stahlträger oder Rohre. Bei Maschinen und sperrigen Baugruppen kann eine Kranverladung von oben notwendig sein – hier koordinieren wir den passenden Kranservice. Alle Fahrzeuge sind mit Antirutschmatten, Zurrgurten, Kantenschutzwinkeln und Staubalken ausgestattet, sodass die Ladungssicherung nach VDI 2700 direkt vor Ort gewährleistet werden kann.
Express-Service für Speditionsware
Wenn es besonders eilig ist, steht Ihnen auch für Speditionsware unser Express-Modus zur Verfügung. So erreichen selbst schwere und sperrige Sendungen Ihren Empfänger besonders schnell – sicher versichert und professionell gesichert. Wir bieten sowohl Overnight Express mit Abholung am Abend und Zustellung am nächsten Morgen als auch Same-Day Direktfahrten, bei denen ein exklusives Fahrzeug sofort nach Abholung ohne Umwege zum Empfänger fährt. Gerade bei Produktionsausfällen, dringend benötigten Ersatzteilen oder zeitkritischen Messe-Exponaten macht ein Express-Service für Speditionsware den entscheidenden Unterschied.
Stückgut (LTL) vs. Komplettladung (FTL) – Unterschiede und Einsatz
Im Speditionsbereich unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Transportarten: LTL (Less than Truckload) und FTL (Full Truckload). Welche Variante die richtige ist, hängt von Sendungsgewicht, Volumen, Zeitdruck und Budget ab.
| Kriterium | LTL (Stückgut / Teilladung) | FTL (Komplettladung) |
|---|---|---|
| Definition | Mehrere Sendungen verschiedener Auftraggeber auf einem Fahrzeug | Ein Auftraggeber nutzt das gesamte Fahrzeug exklusiv |
| Gewicht | Ab ca. 30 kg bis ca. 2.500 kg | Ab ca. 2.500 kg bis zur Fahrzeugkapazität |
| Laufzeit | Länger durch Sammel- und Verteilverkehr | Kürzer, da Direktfahrt ohne Zwischenstopps |
| Umschlag | Ggf. Umschlag im Depot – höheres Beschädigungsrisiko | Kein Umschlag – minimales Beschädigungsrisiko |
| Kosten | Günstiger pro Palette bei kleinen Mengen | Günstiger pro Palette bei großen Mengen |
| Flexibilität | Festgelegte Abfahrtszeiten und Routen | Individuelle Abholzeit und Routenwahl |
| Eignung | Regelmäßige Kleinmengen, nicht zeitkritisch | Große Mengen, eilige oder empfindliche Ware |
Bei flex overnight bieten wir beide Varianten an. Für den Express-Bereich empfehlen wir häufig den FTL-Transport als Direktfahrt, da hier keine Umschläge stattfinden und die Ware schnellstmöglich beim Empfänger eintrifft.
Gewichtsklassen und Fahrzeugtypen
Die Wahl des richtigen Fahrzeugs richtet sich nach Gewicht, Volumen und Abmessungen der Sendung. Folgende Fahrzeugklassen kommen im Speditionsbereich zum Einsatz:
| Fahrzeugtyp | Nutzlast | Ladefläche (ca.) | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Transporter (3,5 t) | 800–1.200 kg | 3,0×1,7×1,9 m | 1–3 Europaletten, Pakete, Kleinteile |
| Sprinter lang (3,5 t) | 1.000–1.400 kg | 4,3×1,8×1,9 m | 4–6 Europaletten, längere Güter |
| LKW 7,5 t | 2.500–3.500 kg | 6,2×2,4×2,4 m | 8–15 Europaletten, Maschinen, Schwerlast |
| LKW 12 t | 5.000–6.000 kg | 7,2×2,4×2,4 m | 15–18 Europaletten, Industriegüter |
| LKW 18 t | 8.000–10.000 kg | 8,2×2,4×2,4 m | 18–22 Europaletten, Großmaschinen |
| Sattelzug 40 t | 24.000–25.000 kg | 13,6×2,4×2,7 m | 33 Europaletten, Komplettladungen |
Die Angaben zur Nutzlast beziehen sich auf das reine Ladegewicht ohne Fahrer und Betriebsstoffe. Bei überformatigen Gütern – etwa Längen über 13,6 m, Breiten über 2,55 m oder Höhen über 4,0 m – sind Sondergenehmigungen und ggf. Begleitfahrzeuge erforderlich. Wir berücksichtigen alle regulatorischen Anforderungen und kümmern uns um die notwendigen Genehmigungen.
Ladungssicherung nach VDI 2700
Die Ladungssicherung ist im Speditionsbereich nicht nur eine Frage der Sorgfalt, sondern gesetzliche Pflicht. In Deutschland regelt die Straßenverkehrsordnung (§ 22 StVO) die grundlegenden Anforderungen, während die Richtlinienreihe VDI 2700 den Stand der Technik definiert.
Grundprinzipien der Ladungssicherung
Die Ladung muss so gesichert werden, dass sie bei allen im normalen Fahrbetrieb auftretenden Kräften sicher auf dem Fahrzeug verbleibt. Das umfasst:
- Betriebsbremsung – Verzögerung von 0,8 g nach vorne
- Seitliche Kräfte – 0,5 g zur Seite (Kurvenfahrt, Ausweichmanöver)
- Rückwärtige Kräfte – 0,5 g nach hinten (Anfahren, bergab)
Diese Werte bedeuten: Bei einer Vollbremsung wirkt auf eine 1.000-kg-Palette eine Kraft von rund 8.000 Newton nach vorne. Ohne Sicherung würde die Palette unkontrolliert durch den Laderaum rutschen.
Methoden der Ladungssicherung
- Formschlüssige Sicherung – Lückenloses Verladen an die Stirnwand oder zwischen andere Ladungseinheiten. Die effektivste Methode, da keine zusätzlichen Hilfsmittel nötig sind.
- Kraftschlüssige Sicherung (Niederzurren) – Zurrgurte erhöhen den Anpressdruck auf die Ladefläche und verhindern so das Verrutschen. Die Vorspannkraft muss berechnet werden.
- Direktzurren – Die Ladung wird über Zurrgurte direkt mit den Zurrpunkten des Fahrzeugs verbunden. Geeignet für schwere Einzelteile wie Maschinen.
- Kombinierte Sicherung – Kombination aus formschlüssiger Verladung und zusätzlichem Niederzurren. Standard bei Palettentransporten.
Hilfsmittel und Ausrüstung
- Zurrgurte – Mit definierter Zugkraft (LC = Lashing Capacity) und Vorspannkraft (STF). Müssen regelmäßig geprüft werden.
- Antirutschmatten – Erhöhen den Reibbeiwert zwischen Ladung und Ladefläche von ca. 0,2 (Holz auf Stahl) auf bis zu 0,6. Dadurch wird weniger Zurrkraft benötigt.
- Kantenschutzwinkel – Schützen Zurrgurte vor dem Einschneiden an scharfen Kanten und verteilen die Zurrkraft gleichmäßig.
- Staubalken und Sperrbalken – Füllen Lücken zwischen Ladungseinheiten form-schlüssig aus.
Unsere Fahrer sind regelmäßig in Ladungssicherung geschult und dokumentieren die durchgeführten Sicherungsmaßnahmen für jeden Transport.
Haftung im Speditionsbereich – HGB, CMR und Versicherung
Die Haftung bei Transportschäden ist im Speditionsbereich klar geregelt. Je nachdem, ob der Transport national oder international erfolgt, gelten unterschiedliche Rechtsgrundlagen.
Nationale Transporte – HGB
Für Transporte innerhalb Deutschlands gilt das Handelsgesetzbuch (HGB), §§ 407–452. Die Haftung des Frachtführers ist auf 8,33 Sonderziehungsrechte (SZR) pro Kilogramm begrenzt – das entspricht etwa 10,30 €/kg (Stand 2025). Bei einer 500-kg-Palette bedeutet das eine maximale Haftung von rund 5.150 €, unabhängig vom tatsächlichen Warenwert.
Internationale Transporte – CMR
Für grenzüberschreitende Straßentransporte gilt die CMR-Konvention (Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route). Die Haftung ist hier auf 8,33 SZR pro Kilogramm des Rohgewichts der beschädigten oder verlorenen Ware begrenzt. Zusätzlich haftet der Frachtführer für die Frachtkosten und sonstige Aufwendungen. Ein CMR-Frachtbrief ist das zentrale Dokument und dient als Nachweis für Absender, Empfänger und Frachtführer.
Transportversicherung
Da die gesetzliche Haftung bei hochwertigen Gütern häufig unter dem tatsächlichen Warenwert liegt, empfiehlt sich eine Transportversicherung. Diese deckt den vollen Warenwert ab und schützt auch bei höherer Gewalt, die von der gesetzlichen Haftung ausgenommen ist. Bei flex overnight ist eine Vollkasko-Transportversicherung für alle Speditionstransporte inklusive. Für besonders hochwertige Güter kann die Deckungssumme individuell erhöht werden.
| Aspekt | HGB (national) | CMR (international) |
|---|---|---|
| Haftungsgrenze | 8,33 SZR/kg (≈ 10,30 €/kg) | 8,33 SZR/kg (≈ 10,30 €/kg) |
| Frachtbrief | Optional, aber empfohlen | CMR-Frachtbrief vorgeschrieben |
| Reklamationsfrist | Sofort bei Übergabe (offene Mängel) | 7 Tage (verdeckte Mängel) |
| Verjährung | 1 Jahr | 1 Jahr (3 Jahre bei Vorsatz) |
| Höhere Gewalt | Haftungsausschluss | Haftungsausschluss |
Beladearten im Speditionstransport
Die Art der Beladung richtet sich nach den Gütern, den Gegebenheiten am Verladeort und dem eingesetzten Fahrzeugtyp. In der Praxis kommen drei Hauptvarianten zum Einsatz:
Heckbeladung
Die Heckbeladung ist die häufigste Beladeform im Speditionsverkehr. Die Ware wird über die Rückseite des Fahrzeugs verladen – entweder mit Gabelstapler, Hubwagen oder über die fahrzeugeigene Hebebühne. Vorteile: einfacher Zugang, standardisierte Abmessungen, kompatibel mit nahezu jeder Rampe. Nachteil: Bei Teilladungen muss die Ladungsreihenfolge beachtet werden (Prinzip: zuletzt geladen = zuerst entladen).
Seitenbeladung
Fahrzeuge mit Schiebeverdeck (Tautliner / Curtainsider) ermöglichen den seitlichen Zugang zur gesamten Ladefläche. Ideal für: überlange Güter (Rohre, Profile, Stahlträger), mehrere Entladestellen in beliebiger Reihenfolge, Beladung mit Hallenkran von der Seite.
Kranbeladung / Beladung von oben
Für besonders schwere oder unhandliche Güter – wie Maschinen, Motoren oder Betonfertigteile – erfolgt die Beladung per Kran von oben. Das Fahrzeug muss entweder ein offenes Verdeck haben oder als Plattform / Tieflader ausgeführt sein. Die Kranbeladung erfordert eine sorgfältige Planung: Anschlagmittel, Lastaufnahmemittel und Krankapazität müssen im Vorfeld abgestimmt werden.
Wir beraten Sie, welche Beladeart für Ihre Sendung optimal ist, und stellen sicher, dass am Abhol- und Zustellort die passende Infrastruktur vorhanden ist.
Glossar: Wichtige Begriffe im Speditionsbereich
Häufige Fragen zum Transport von Speditionsware
Mit unseren eigenen Fahrzeugen bis 7,5 t Gesamtgewicht transportieren wir Speditionsware mit einer Nutzlast von bis zu 3.500 kg. Für schwerere Sendungen vermitteln wir Partnerfahrzeuge bis 40 t – auch als Express-Direktfahrt.
Ja, unsere Speditionsfahrzeuge sind standardmäßig mit einer hydraulischen Ladebordwand (LBW) ausgestattet. Die Tragfähigkeit beträgt je nach Fahrzeug 750 bis 2.000 kg. So können Paletten und schwere Güter auch ohne Rampe oder Gabelstapler vor Ort be- und entladen werden.
Ja, wir transportieren auch sperrige und überdimensionale Güter. Bei Längen über 13,6 m, Breiten über 2,55 m oder Höhen über 4,0 m sind Sondergenehmigungen erforderlich. Wir kümmern uns um die behördlichen Genehmigungen und organisieren bei Bedarf Begleitfahrzeuge.
Bei LTL (Less than Truckload) werden mehrere Sendungen auf einem Fahrzeug gebündelt – das ist kosteneffizient, dauert aber länger. Bei FTL (Full Truckload) nutzen Sie ein exklusives Fahrzeug ohne Zwischenstopps – schneller und sicherer, ideal für eilige oder empfindliche Ware.
Die Ladungssicherung erfolgt nach VDI 2700 und § 22 StVO. Unsere Fahrer verwenden Zurrgurte, Antirutschmatten, Kantenschutzwinkel und Staubalken. Jeder Transport wird dokumentiert. Bei besonders schweren oder unförmigen Gütern erstellen wir vorab eine Sicherungsberechnung.
National haftet der Frachtführer nach HGB mit bis zu 8,33 SZR pro Kilogramm (≈ 10,30 €/kg). International gilt die CMR-Konvention mit derselben Haftungsgrenze. Da dies bei hochwertigen Gütern oft unter dem Warenwert liegt, ist bei allen flex-overnight-Transporten eine Vollkasko-Transportversicherung inklusive.
Ja, Speditionsware kann sowohl als Overnight Express (Abholung abends, Zustellung am nächsten Morgen) als auch als Same-Day Direktfahrt transportiert werden. Gerade bei Produktionsstörungen, dringenden Ersatzteilen oder Messe-Exponaten ist der Express-Service für Speditionsware eine zuverlässige Lösung.
Nicht zwingend. Unsere Fahrzeuge verfügen über eine Hebebühne, mit der Paletten und schwere Güter bodennah abgesetzt werden können. Ein Hubwagen zum Rangieren auf ebener Fläche reicht dann aus. Bei besonders schweren Einzelstücken (ab ca. 1.500 kg) empfiehlt sich ein Gabelstapler am Zustellort.
Der Preis hängt von Gewicht, Volumen, Strecke, Dringlichkeit und Beladeart ab. Teilladungen (LTL) werden nach Ladefläche oder Palettenstellplätzen berechnet, Komplettladungen (FTL) pauschal pro Fahrt. Fordern Sie ein individuelles Angebot an – wir kalkulieren transparent und ohne versteckte Zuschläge.
Ja, wir bieten regelmäßige Linienfahrten für Speditionsware an. Feste Routen mit definierten Abhol- und Zustellzeiten sorgen für Planbarkeit und können durch Bündelungseffekte die Kosten pro Palette senken. Sprechen Sie uns für ein individuelles Tourenkonzept an.